Am Montag fange ich an!

Wie Sie es schaffen Ihre Vorsätze endlich wirklich umzusetzen


1. Definieren Sie Ihre Ziele und Beweggründe (Motivationen) genau

  • Was genau will ich ändern?
  • Warum will ich es ändern?
  • Was erwarte ich von der Veränderung?
  • Was habe ich von der Veränderung?

 Stellen Sie sich diese Fragen, bevor Sie anfangen Ihre Veränderung umzusetzen und beantworten Sie sie so konkret wie möglich. Am besten schreiben Sie sich die Antworten auf und hängen Sie an einen gut sichtbaren Ort, so dass Sie sich immer wieder daran erinnern können. Es ist wichtig, sich seiner eigenen Bedürfnisse und Motivationen bewusst zu sein. Wenn Sie nur mit dem Rauchen aufhören wollen, weil Ihr Partner das möchte (und das schon seit 10 Jahren), werden Sie Ihr Ziel nur schwer umsetzen können. Es geht nicht darum, was Sie tun sollten, sondern was Sie wirklich wollen! Ihr Gehirn muss sich von dem herzustellenden neuen Zustand eine spürbare und dauerhafte Verbesserung erhoffen können, die es schafft eine wahre intrinsische Motivation aufrecht zu erhalten.

 

2. Analyse des jetzigen Verhaltens

Angewohnheiten, die wir uns über einen längeren Zeitraum angeeignet haben, sind oftmals mit einer bestimmten Routine verbunden. Analysieren Sie deshalb Ihr jetziges Verhalten bzgl. Ihres Vorsatzes: Wann greifen Sie zur Zigarette? Warum ist es Ihnen nicht möglich pünktlich 17:00 Uhr das Büro zu verlassen und sich mehr Zeit für Ihre Leidenschaften und die Familie zu nehmen? Wann stürmen Sie abends mit einer Heißhungerattacke den Kühlschrank?

Hinter diesen Routinehandlungen stecken oftmals ganz andere Auslöser, die wir nicht mehr wahrnehmen. Es ist wichtig, sich der Ursachen bewusst zu werden und hierbei ehrlich zu sich selbst zu sein. Was steckt dahinter, wenn Sie zwei Stunden länger an Ihrem Schreibtisch sitzen bleiben? Schreiben Sie sich dazu eine Gedankenkette auf, z.B.:

 

Ich konnte heute wieder nicht pünktlich nach Hause gehen, weil mir mein Chef kurz vor Schluss noch Dinge auf den Tisch gelegt hat, die sofort erledigt werden sollten. à Er weiß, dass er damit zu mir kommen kann, da ich pflichtbewusst bin und immer alles gebe. à Letztendlich bin ich der Dumme, da ich nicht Nein sagen kann. à Aber ich habe Angst, dass ich ersetzbar werde, wenn ich mich anders verhalte. à Wenn mir gekündigt wird, werde ich mit Mitte 50 keinen neuen Job mehr finden.

 

Auf diese Weise kommen Sie dem eigentlichen Corpus Delicti auf die Spur.

 

 

3. Belohnungen für Teilerfolge

Es hilft nicht nur dabei Hunde und Kinder zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren – auch unser erwachsenes Gehirn lässt sich noch gut mit Belohnungen locken, vorausgesetzt es sind die richtigen. Überlegen Sie, mit was Sie selbst gesteckte Teilerfolge zelebrieren können. Es sollte etwas sein, dass Sie sich nicht alltäglich gönnen, was Ihnen eine besondere Freude bereitet. Karten für die Oper, ein besonderer Restaurantbesuch, ein fauler Sonntag im Bett.

Wichtig: Gönnen Sie sich am Anfang bereits für kurze Etappen des Durchhaltens eine Belohnung. Mit der Zeit darf der Abstand größer werden. Variieren Sie die Belohnungen, wenn Sie merken, dass sie ihren Reiz verloren haben.

 

 

4. Glauben Sie an sich und erkennen Sie Ihre Stärken und Ressourcen

Sicher, es klingt etwas banal, doch es die wichtigste Grundlage für Ihren Änderungserfolg: Glauben Sie an sich selbst! Wenn Sie mit dem Gedanken starten, es vielleicht schaffen zu können, geben Sie Ihrem Gehirn gleichzeitig den Input, dass es zu 50% eben auch nicht klappen könnte. In unserer Willenskraft steckt eine wichtige Quelle für unseren Erfolg, sie lässt uns ungeahnte Energien freisetzen über die wir alle im Alltag verfügen. Auch hier liegt der Schlüssel in unseren Gedanken und somit in unserem Gehirn!

Ihre Willenskraft versetzen Sie in Höchstform, wenn Sie sich Ihrer eigenen Stärken bewusst sind. Haben Sie vielleicht schon einmal ähnliches erreicht? Was hat Ihnen dabei geholfen? Welche eigenen Ressourcen könnten  Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen? Befragen Sie doch hierzu auch einmal Freunde, Familie oder Kollegen, welche Charakterstärken verbinden Sie mit Ihnen? Und lernen Sie so Freude am Veränderungsprozess zu gewinnen und nicht erst am Ergebnis!

 

5. Identifizieren Sie Barrieren und Widerstände

Bereits bei der gedanklichen Planung Ihres Vorhabens werden Ihnen sofort Dinge, Erfahrungen und Menschen einfallen, die dem Erfolg entgegenstehen. Je eher Sie sich mit diesen Barrieren und Widerstände lösungsorientiert auseinandersetzen, umso spürbarer stärken Sie Ihre innere Motivation und Ihr Durchhaltevermögen. Insbesondere bestehende Erinnerungen an missglückte Veränderungsprozesse steuern unsere Erwartungshaltung an uns selbst („Das schaffe ich nie, so wie das letzte Mal werde ich wieder nicht durchhalten, mich andere auslachen, ...“). Die eigene „negativ“ bewertete Vergangenheit kann regelrecht das Erreichen von Ziele „blockieren“. Daher ist es notwendig bereits im Vorfeld sein Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und seine Selbstwirksamkeitserwartung zu stärken (Punkt 4), negative Erinnerungen und Erfahrungen im Kontext  Ihres Vorhabens neu zu bewerten, „Freund“ und „Feind“ zu identifizieren und zu überlegen, wie Sie mit diesen Parteien umgehen werden sowie wirkungsvolle Anti-Stressmethoden zu erlernen und zu beherrschen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei Ihren Veränderungen!

 

Und: lassen Sie sich nicht entmutigen! Besonders größere Verhaltensänderungen, d.h. tiefgreifende Änderungen der Einstellungen, Denkweisen und Bewertungsmuster, lassen sich nicht von einem auf den anderen Tag herstellen. Unser Gehirn benötigt dazu die Wiederholung, kleine Schritte und schlichtweg Zeit bis sich etwas in seinen Strukturen und Funktionalitäten dauerhaft und stabil verändert.

Ein intensives Neurocoaching® nach den Ansätzen des IAH kann Ihnen helfen Ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu ermitteln, motivationale Ziele zu benennen sowie Barrieren und Widerstände zu erkennen und erfolgreich zu überwinden. Wenn Sie mögen, unterstütze ich Sie gern dabei. Entweder innerhalb eines Einzelcoachings (Termine per Telefon) oder auch während einer meiner Intensiv-Workshops mit maximal 8 Teilnehmern.

 

 

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