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DR. SVEN SEBASTIAN | EINFACH BESSER LEBEN 2.0

 

Diagnostikverfahren: Herzratenvariabilität (HRV)


Die Bestimmung der Herzratenvariabilität hat sich während der letzten 20 Jahre im klinischen Einsatz (z. B. bei der Risikobestimmung des plötzlichen Herztodes oder der Diagnose diabetischer, neuropathischer Prozesse) als zuverlässiges, nicht invasives diagnostisches Verfahren fest etabliert. Auch in den Sportwissenschaften, vor allem im Ausdauersport, nutzt man die Parameter der Herzratenvariabilität zur optimalen Trainingssteuerung von Belastungs- und Erholungsphasen.

Die Herzratenvariabilitätsmessung nutzt die natürlichen Schwankungen der systolischen Herzaktivität über den Zeitverlauf zur Erhebung des bestehenden sympathischen und parasympathischen Erregungszustandes beim Menschen. Da sich der Herzschlag natürlicherweise in der Schlagfolge den gegebenen (Umwelt-) Bedingungen anpasst, ist die bestehende Herzratenvariabilität ein Ausdruck dieses natürlichen Anpassungsmechanismus. Er gibt Auskünfte darüber, wie das Herz und die zugrundeliegenden regulativen Mechanismen in der Lage sind in Anforderungssituationen die Schlagfolge anzupassen. Besonders relevant ist die Schlagfolge in Ruhe. Bei geringer allostatischer Last, schwankt die Schlagfolge in einem natürlichen Rahmenbereich, das bedeutet, dass wir in Messungen eine hohe Herzratenvariabilität erhalten. Bei hohem Stresslevel und sympathischer Aktivität in Ruhe macht sich dies bei der HRV-Messung bemerkbar.

Die HRV ist ein sehr individueller Wert und hängt u. a. vom Geschlecht, Alter, Trainingszustand und Aktivität des betreffenden Individuums ab. Des Weiteren beeinflussen Medikamente, Alkohol, Nikotin, Schlafmangel, Erschöpfung, akute Infekte und chronische Erkrankungen die HRV.

Insgesamt lässt sich sagen: Je ausgeruhter und entspannter der Mensch ist, desto größer wird die Unregelmäßigkeit und desto höher die Variabilität.


Die HRV ist weit mehr als die Darstellung des gesundheitlichen Zustandes des Herzens. Sie erlaubt weiterführende Interpretationen zum gesundheitlichen Allgemeinzustand bzw. zum kognitiven emotionalen Zustand des Menschen. 




 

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